Auracast kann einen Audiostream gleichzeitig an mehrere Empfänger senden, zum Beispiel an kompatible Hörgeräte, Kopfhörer oder weitere Empfänger. Entscheidend ist dabei nicht nur „Bluetooth“ allgemein: Hörgerät, Smartphone, Fernseher oder Zubehör müssen Auracast beziehungsweise Bluetooth LE Audio tatsächlich unterstützen. Hier finden Sie die wichtigsten Punkte zu Funktion, Kompatibilität, Alltagseinsatz, Kosten und Einrichtung auf einen Blick.
So funktioniert die Übertragung mit Ihrem Hörgerät
Bei Auracast sendet eine kompatible Quelle denselben Ton als Broadcast an mehrere Empfänger statt nur an ein einzelnes gekoppeltes Gerät. Die Technik basiert auf Bluetooth LE Audio, nicht auf klassischem Bluetooth-Streaming. Unterstützt Ihr Hörgerät den Empfang nicht direkt, kann je nach Aufbau zusätzliches Zubehör den Ton an andere oder ältere Audiogeräte weitergeben, zum Beispiel Phonak Roger Übertragungsanlagen.
Woran Sie Auracast-kompatible Hörgeräte erkennen
Nicht jede Bluetooth-Funktion macht ein Hörgerät automatisch Auracast-fähig. Entscheidend sind Modellgeneration, Plattform und teils auch der Softwarestand. Hersteller führen LE Audio und Broadcast Audio oft zuerst in neueren Geräteklassen und passendem Zubehör ein. Prüfen Sie daher Datenblatt, App-Hinweise und Beratung gezielt auf Auracast. Auch aktuelle Bluetooth-Hörgeräte von ear.direct müssen jeweils auf die Unterstützung geprüft werden. Hilfreich bei der Modellauswahl: Phonak Infinio vs. Lumity.
Welche Handys, Fernseher und Zusatzgeräte Sie prüfen sollten
Für die Nutzung reicht ein passendes Hörgerät allein nicht aus; eine Schritt-für-Schritt-Anleitung: Hörgerät mit Handy verbinden. Prüfen Sie immer auch die Tonquelle und mögliches Zubehör.
| Gerätetyp | Worauf Sie achten sollten | Wann Zubehör sinnvoll ist |
|---|---|---|
| Smartphone | Auracast- oder LE-Audio-Unterstützung laut Hersteller, aktuelles Betriebssystem | Wenn das Handy nur klassisches Bluetooth bietet |
| Fernseher / Smart TV | Direkte Unterstützung oder passender Audioausgang | Mit TV-Streamer oder externem Sender |
| Notebook / Tablet | Hardwaregeneration und Betriebssystem | Bei fehlender Unterstützung über externen Sender |
| Lautsprecher / HiFi | Ob Broadcast-Empfang möglich ist | Mit separatem Empfänger für kabelgebundene Systeme |
Wo Auracast im Alltag wirklich hilft
Besonders praktisch ist Auracast überall dort, wo Ton direkter und verständlicher ankommen soll:
- beim gemeinsamen Hören von TV, Musik oder Vorträgen mit Familie und Freunden
- bei Museums-Guides, Veranstaltungen, Kirchen oder Kinos mit passender Technik
- bei Durchsagen in öffentlichen Bereichen, sofern Auracast bereits angeboten wird
- in lauten Gruppensituationen, wenn Sie Ihr Sprachverstehen verbessern möchten, weil weniger Raumhall und mehr Unabhängigkeit möglich sind
Die Verfügbarkeit im öffentlichen Raum wächst, ist aber noch nicht überall selbstverständlich.
Mit welchen Kosten Sie rechnen sollten
Auracast ist meist kein eigener kostenpflichtiger Dienst, sondern eine Funktion in kompatiblen Hörgeräten, Quellgeräten oder Zubehör. Kosten entstehen vor allem dann, wenn neue Hörgeräte, ein passendes Smartphone, ein kompatibler Fernseher oder TV-Zubehör für Hörgeräte nötig werden. Am günstigsten ist es, wenn Ihre vorhandenen Geräte bereits passen. Klären Sie daher zuerst, ob Zubehör ausreicht oder ein Gerätewechsel nötig ist.
So richten Sie Auracast Schritt für Schritt ein
Je nach Aufbau läuft der Ton direkt ins Hörgerät oder über Sender, Empfänger und Audioausgang.
- Quelle oder Sender einschalten und Auracast beziehungsweise Broadcast aktivieren.
- Hörgeräte oder Empfänger in den passenden Empfangsmodus bringen.
- Den gewünschten Stream in App, Systemmenü oder Zubehör auswählen.
- Falls weitere Lautsprecher mitlaufen sollen, einen zusätzlichen Receiver korrekt anschließen.
- Bei Problemen zuerst Kompatibilität, Broadcast-Freigabe und Anschlussart prüfen.
